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Mehr Punk! Mehr Porno! Merkste selber, ne.

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Bloggen ist nichts für Feiglinge. Musste ich feststellen, kurz nachdem ich mit der Arbeit an „Wilde Gewächse“ begonnen hatte. Ich verlor allen Mut, aber dann geschah etwas Unglaubliches. Erfahrt jetzt, was es war.

Nee, nicht so einfach mit dem Bloggen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Erstens: Webspacemietenwordpessinstallierenthemeaussuchenseiteinrichtenstoriesüberlegenundinterviewsführendenneuenfotoapparatnichtverstehennullanhnungvonlayoutundwarumsiehtdasthemesobeklopptausundverflixtwarumsindallefotosgelb …? Und zweitens: Komisches Gefühl, eine persönliche Experimentierfläche einfach so ins Netz zu stellen. Wo sie jeder kommentieren, liken, shitstormen, teilen oder ignorieren kann, wie er möchte. „Hab deinen Blog gelesen. Dein Ernst jetzt, oder was? Hab schon Besseres von dir gelesen.“ Ich auch, glaubt mir.

Das war anders geplant.
Dabei war am Anfang von Zweifeln keine Rede: Ich würde die Welt des Bloggens revolutionieren („Unfassbar, Sammy. Du hast einen neuen Kult geschaffen.“)! Reichweite erlangen ohne Ende („Mein Chef hat gerade deinen aktuellen Artikel in seiner Timeline gepostet. Toll, was du da schreibst. Wirklich toll.“)! Und – das versteht sich ja von selbst (!) – den Pulitzer Preis verliehen bekommen („Und du hast das alles neben deinem Job geschrieben. Ich bewundere dich so!“). Nee, is klar. Weil auf solche Anwandlungen aber immer – auch wirklich IMMER – die Ernüchterung folgt (siehe auch „Je tiefer die Nacht, desto besser die Idee“), stellte sich mir die Sache bald ganz anders dar.

But why are the cats gone …?
Mein erster Gedanke, als meine Seite online war: Ganz schön zahm hier. Könnte alles ein bisschen edgier sein. Ihr wisst schon. Mehr Sex, mehr Punk, mehr Witz, mehr Wow und überhaupt: mehr LOL, ROFL und WTF. Katzen, Listen, Memes. Vice, Buzzfeed, BoredPanda. (Bei der Gelegenheit noch einmal vielen Dank, dass Ihr auf die Clickbait-Headline geklickt und bis hierher durchgehalten habt). Aber egal. Irgendwo muss man anfangen. Mit kreativen Ideen ist es eben wie im wahren Leben: Erst mal raus aus den Kinderschuhen. Und das mit dem Sex – das kommt dann später. Und der ist manchmal ja auch nichts für Feiglinge. Immer dann nämlich – und Leute, ich weiß, wovon ich rede –, wenn man sich dabei verliebt. Hält einen aber auf Dauer auch nicht davon ab. In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß beim Scheitern. Und dass am Ende nicht doch etwas Geniales herauskommt, das kann man doch eh nie wirklich verhindern.

Damit Ihr nicht zu enttäuscht seid. Nur für Euch. Weiter unten: waschechter Katzen-Content. Ihr wollt ne Quelle? Erklärt sich alles unter „Als die Welt noch heil war.“

Kein Online-Angebot ohne Cat Content!

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