Streetart in der Dirksenstraße in Berlin
Editorial

Into the Wild

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Wer einmal durch die Dircksenstraße in Berlin-Mitte gestreift ist, hat sie sicher gesehen: Reiseführer, die einer Gruppe neugieriger Touristen die bunten Graffitis an der S-Bahn-Unterführung näherbringen. Moment mal – seit wann gibt’s Kunst nicht mehr nur im Museum …?

Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Streetart ist längst Mainstream. Doch irgendwie hat sich in den letzten Jahrzehnten unser Verständnis von Kunst, Kultur und Kreativität grundlegend verändert. Sowohl in unserem urbanen als auch in unserem virtuellen Umfeld werden Gestaltung und ihre Interpretation andauernd neu gedacht – ob im etablierten Kunstbetrieb und der boomenden Kreativwirtschaft oder in den zahlreichen Szene-Blogs, beim Urban Sketching oder beim Aquarellmalkurs in der Toskana.

Ich gestalte, also bin ich!
In keiner anderen Epoche haben so viele Menschen ihre kreativen Erzeugnisse so selbstbewusst, so vielfältig und so sichtbar zur Schau gestellt wie heute. Sicher – kreativer Anspruch, künstlerischer Wille und Innovationskraft sind bei den neuen Kreativen ganz unterschiedlich. Doch sie haben eines gemeinsam. Sie kommen (auch) ohne Institutionen, Mäzene oder elitäres Selbstverständnis aus. Mit anderen Worten: Sie sind wilde Gewächse.

Kreatives Wachstum
Dieser Blog wagt einen Spaziergang durch diesen verwilderten Garten – in dem eben nicht nur Zuchtrosen, sondern auch Disteln, Gänseblümchen und Pusteblumen blühen. Ich frage Künstler, Designer, Kreative und Kulturschaffende: Was treibt Euch an? Wie gestalten sich Kunst und Kultur bei Euch im Alltag, unten auf der Straße? Und Euch Lesern möchte ich die Frage beantworten: Was machen die anderen eigentlich so? Lasst Euch inspirieren und inspiriert andere. Die wilden Gewächse sagen: Das Leben ist zu kurz, um nicht zu wuchern!

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